Das Pantoffeltierchen (lat.: Paramecium caudatum) ist ein einzelliges Lebewesen, das dadurch, dass sein Mundfeld eine Einbuchtung nach innen aufweist, eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Pantoffel hat. Es kommt vor in heimischen Gewässern: in Tümpeln, Teichen, Seen, Flüssen, auch in Pfützen.
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Zwei pulsierende Bläschen (kontraktile Vakuolen) dienen Paramecium caudatum zur Wasserausscheidung. Die pulsierenden Bläschen sammeln dabei über sternförmige Kanäle Wasser, dass ins Zellinnere eingedrungen ist, in einer Sammelblase und scheiden es über einen Exkretionsöffnung aus dieser aus.
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Das Pantoffeltierchen wird außen von vielen (etwa 10.000) Wimpern (Cilien) umgeben, die der Fortbewegung dienen. Durch rhythmischen Schlag der Wimpern bewegt sich die Zelle ca. 1 mm pro Sekunde voran. Die Wimpern helfen aber auch bei der Nahrungsaufnahme. Sie strudeln Nahrungspartikel heran. Das Merkmal Wimpern hat das Pantoffeltierchen mit einigen anderen Einzellern gemeinsam, die zu den Wimpertierchen (Ciliata, Ciliophora) gehören.
Zu den Feinden der Pantoffeltierchen gehören Amöben und der Einzeller Didinium nasutum.
Gegen Angreifer versucht sich das Pantoffeltierchen mit Hilfe der Trichozysten zu wehren.
Es handelt sich dabei um stäbchenförmige Gebilde enthaltende Haarbläschen, die direkt unterhalb der Zellmembran liegen und bei Gefahr lange, klebrige Proteinfäden ausschleudern. Sobald ein Angreifer ein Pantoffeltierchen berührt, explodieren diese Gebilde und schießen als Fäden ins Wasser hervor.
Als Cilien bezeichnet man kürzere, haarartige Zellfortsätze. Es handelt sich dabei um sehr schmale Ausstülpungen des Cytoplasmas, die innen von einem besonderen Muster röhrenartiger Mikrotubuli durchzogen sind, die einem Basalkörper entspringen.
Als Konjugation bei Ciliaten bezeichnet man eine spezielle Form sexueller Vorgänge bei den einzelligen Wimpertierchen (Ciliophora). Dabei legen sich zwei Wimpertierchen aneinander und tauschen Kernmaterial untereinander aus, indem sie eine Plasmabrücke bilden und Teile der DNA so übertragen werden.